14.10.2016 Wiederbelebung per Telefon

 

Mitarbeiter der Leitstelle.

Wiederbelebung per Telefon

 

Die Leitstelle der Feuerwehr Bottrop arbeitet seit August mit dem Konzept der Telefonreanimation, das „Laien“ an der Unfallstelle hilft, noch vor Eintreffen des Notarztes Leben zu retten.

 

 

 

Bei einer Wiederbelebung zählt jede Sekunde“, so der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes, Matthias Frommer. „Jedoch ist die Hemmschwelle bei vielen Menschen sehr groß, Erste Hilfe zu leisten. Das muss sich ändern.“ Selbst Erste-Hilfe-geschulte Laien verlieren in extremen Situationen den Überblick, welcher Schritt als Erstes kommt oder wie eine Herzdruckmassage richtig ausgeführt wird. "Das Schlimmste ist jedoch, nichts zutun," so Feuerwehrsprecher Christoph Lang. Das Konzept der Telefonreanimation soll Veränderungen bringen.

Anweisungen per Telefon

Findet man eine reglose Person vor, wählt man wie gewohnt den Notruf. Zuerst ermittelt der Leitstellendisponent der Feuerwehr die Situation und den Unfallort, um Einsatzkräfte loszuschicken. Im nächsten Schritt klärt er anhand weniger Fragen, ob ein Kreislauf-Stillstand vorliegt. Wenn dem so ist und der Laie der Telefonreanimation zustimmt, leitet der Disponent die Wiederbelebung via Telefon ein. Ein Fragenkatalog, Leitsätze und der Takt der Herzdruckmassage werden am Bildschirm vorgegeben. Der Disponent erklärt, motiviert und gibt Sicherheit, während der Laie ausführt. Lang: „Eine Situation nur mit dem Gehör einzuschätzen, ist eine Herausforderung für unsere Mitarbeiter. Wichtig ist also, die Anrufer einzufangen, zu beruhigen und den richtigen Weg aufzuzeigen.“ Geschult wurden die Leitstellenmitarbeiter im März von der Leitstelle Flensburg. Seit August steht die Technik. Leiter der Feuerwehr, Kim Heimann: „Die Wiederbelebung via Telefon ist keine neue Erfindung. Jedoch gehen wir das Thema in Bottrop offensiver an.“

Wiederbelebung am Telefon

Sekunden, die Leben retten

Laut einer Studie könnten 10.000 Menschenleben pro Jahr gerettet werden, so Frommer, „wenn die Wiederbelebung sofort eingeleitet wird.“  Dass die Telefonreanimation einfach ist und zugleich die Überlebenschancen erhöht, zeigt ein Beispiel aus dem hessischen Korbach. „Ein neunjähriger Junge hat Anfang September seinem jüngeren Bruder mithilfe einer Telefonreanimation das Leben gerettet. Das beweist, dass jeder helfen kann.“ Wie wichtig der Faktor Zeit ist, erklärt Frommer: „Nach einem Herzstillstand verliert ein Mensch nach zehn bis 15 Sekunden das Bewusstsein. Nach weiteren fünf Minuten ohne Sauerstoff sterben erste Gehirnzellen ab. Mit jeder weiteren Minute sinkt die Lebenswahrscheinlichkeit.“  Bis zum Eintreffen des Notarztes können acht Minuten vergehen. Lang: „Man kann nichts falsch machen. An einer gebrochenen Rippe stirbt man nicht, aber an einem Herzstillstand.“

Vom Gaffer zum Akteur

Angst etwas falsch zu machen oder vor möglichen Konsequenzen, bestimme insbesondere das Handeln von erwachsenen Laien, so Frommer. „Kinder sind da unbefangener. Sie reagieren einfach.“ Auch Untersuchungen würden zeigen, dass Kinder ab der 7. Klasse Leben retten können. „Reanimationen sollten jährlich in der Schule geübt werden, damit es einen Sinneswandel in Deutschland geben kann.“ Lang: „In Bottrop hatten wir bisher zehn Fälle. Nicht alle gehen gut aus. Doch solange wir ein Menschenleben retten können, ist das ein Erfolg.“

 

Quelle: https://www.bottrop.de/wohnen-umwelt-verkehr/aktuelles/telefonreanimation.php (14.10.2016)

Die Ortswehr Feldhausen hat als drittes Großfahrzeug einen Schlauchwagen mit 20000 Metern Schläuchen bekommen, die während der Fahrt verlegt werden können. Der „SW 2000“ hat heute seinen ersten Einsatz bei einer Übung im Movie Park.

Das neue Fahrzeug ist Teil des neuen Katastrophenschutzkonzeptes von Bund und Ländern: Bund und Land stellen Fahrzeuge und Geräte, die Kommunen stellen das Personal und stellen sicher, dass die Fahrzeuge im Katastrophenfall bundesweit verfügbar sind. Acht weitere Fahrzeuge hat die Bottroper Feuerwehr noch zu bekommen. „Wir warten teilweise schon seit Jahren darauf“, sagt Feuerwehr-Dezernent Paul Ketzer. Die Ortswehr Feldhausen stehe mit dem neuen Fahrzeug bereits auf der Liste für eine Erweiterung der Fahrzeughalle. Allerdings seien erst die Kameraden von der Ortswehr Kirchhellen an der Reihe mit der dortigen Rettungswache und Fahrzeughalle. Diese Erweiterung habe „absolute Priorität“ (die WAZ berichtete).

Die Ortswehr Feldhausen kann den Schlauchwagen bestens gebrauchen wegen des großen Ausrückebereiches im Nordosten der Stadt, wo die Wege zu den Hydranten weit sein können. Doch der Schlauchwagen kann in beide Richtungen pumpen:sowohl Wasser an einen Brandherd sowie Schwemmwasser weg von einer Überflutung. Bei den Starkregeneinsätzen Ende Mai und Anfang Juni wäre er beispielsweise eine große Hilfe gewesen.

Ortswehrführer Bernd Maaßen, dessen Einheit rund 30 Einsätze im Jahr fährt, nutzte eine Vorlage des Dezernenten für eine Ehrenerklärung an die eigene Truppe: „Wir sind ziemlich schnell, auch wenn das aus dem Brandschutzkonzept nicht hervor geht.“ Er spielte darauf an, dass laut Statistik im Brandschutzkonzept die Feuerwehr in Feldhausen wegen der ländlichen Struktur des Ortsteils seltener als die Kameraden in Kirchhellen und Grafenwald innerhalb der vorgegebenen acht Minuten am Brandort sind. Diese Vorgabe wird in der neuen Version des Brandschutzkonzeptes deshalb neu gefasst.

Feuerwehrfahrzeug verlegt im Fahren 2000 Meter Schlauch | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
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