13.09.2016 Trainieren wie die Großen

Bei den Übungsabenden werden reale Situationen nachgestelltTrainieren wie die Großen

Dichter Rauch hüllt die Scheune in Dunkelheit. Vorsichtig, aber bestimmt, tastet sich der Angriffstrupp durch das dunkle Gebäude. Jede Sekunde zählt. „Schön unten bleiben“, ruft der Gruppenleiter aus dem Hintergrund. Denn am Boden ist der Rauch am geringsten.

 

Schnell ist der leblose Körper in der Scheune gefunden und wird von vier Jugendlichen rausgetragen. Mission erfüllt! Gruppenleiter Nils Berger ist stolz auf seinen Trupp. Jeden Donnerstag trainiert er mit seiner Gruppe der Jugendfeuerwehr Bottrop für den Ernstfall. Der Rauch, der aus der Scheune des Kirchhellener Hof Borgmanns steigt, ist nur aus einer Nebelmaschine, der leblose Körper ist nur eine Attrappe. Eine Übung, die der Realität doch ziemlich nah kommt. Die Jugendlichen sollen die Abläufe verinnerlichen. Denn die meisten von ihnen wollen irgendwann auch bei richtigen Einsätzen Leben retten.

Wie Johannes Drost (16), Max Nöthe (15) und Lukas Ogasa (11), drei von 85 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr Bottrop. Auf Einsätze dürfen die Jugendliche noch nicht mit. Doch wenn sie alt genug sind, wollen sie in die Ortswehr. Dafür müssen sie trainieren und die feuerwehrtechnischen Grundfähigkeiten beherrschen. Praktische sowie theoretische Einheiten gehören dazu und geben einen Einblick in die Arbeit der Großen.

„Realitätsnah“

„Mir gefällt es, dass die Übungsabende so realitätsnah sind“, erzählt der Feldhausener Johannes Drost. Seit seiner Kindheit ist er fasziniert von der Feuerwehr. Sein Vater ist auch Feuerwehrmann und so war es nur eine Frage der Zeit, bis Johannes mit zwölf Jahren selbst in die Jugendfeuerwehr eintrat. „Die Übungen machen immer viel Spaß“, berichtet der Schüler. Max und Lukas können das nur bestätigen.

Etwas sportlich sollte man schon sein, sagen die Jugendlichen. Und man sollte Spaß an gemeinsamen Aktivitäten haben. Im Team muss man sich aufeinander verlassen können. So entstehen auch Freundschaften über alle Stadtteile hinweg. Anschluss findet man in der Jugendfeuerwehr schnell. Doch es dreht sich nicht alles um Brände löschen und Leben retten. Die Jugendfeuerwehr bietet auch andere Aktivitäten wie Sport, Ausflüge, Grillen oder Videoabende. Und es bleibt auch noch genügend Zeit für die Schule und andere Hobbies.

Viel Action

Nachdem der Einsatz geschafft ist, gibt es für die Nachwuchsfeuerwehrmänner eine kleine Stärkung in Form von Softdrinks. Dabei wird besprochen, was beim Einsatz gut lief und was besser gemacht hätte werden können. Anschließend steigt die Gruppe in die großen roten Feuerwehrfahrzeuge und fährt zurück zur Hauptwache. Doch schon nächste Woche geht es weiter. Mit viel Action und vor allem Spaß an der Sache.

 

Quelle: http://www.dorstenerzeitung.de/staedte/kirchhellen/Jugendfeuerwehr-Trainieren-wie-die-Grossen;art4249,3110446 (01.10.2016)
   
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