10.01.2015

Weltrekord-Versuch zum Geburtstag

FELDHAUSEN Allein die nackten Fakten klingen schon eindrucksvoll: 4740 Kisten, 5,57 Meter Höhe, 15,57 Meter Länge und 4,72 Meter Breite. Zum 75. Geburtstag haben sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Feldhausen ein Großprojekt ausgedacht, dass nichts Geringeres zum Ziel hat, als es ins Guinness-Buch der Rekorde zu schaffen.
 

 

Seit März 2014 laufen die aufwendigen Planungen. „Wir wollten mit einer besonderen Aktion auf uns aufmerksam machen“, erzählt Thomas Schlagkamp. Erst kam die Idee, aus leeren Kisten ein Feuerwehrauto zu bauen, dann der verwegene Plan, daraus einen Guinness-Weltrekord zu machen.

Der Antrag bei Guinness sei inzwischen gestellt, alle Richtlinien lägen schriftlich vor, sagt Thomas Schlagkamp am Donnerstag und blättert in einem prall gefüllten Ordner. Den lässt er keine Sekunde aus den Augen, enthält er doch die gesamte bisherige Planung des Großprojektes. 

4740 Kisten

Und dennoch lagern seit Donnerstag knapp 4740 Kisten (4216 rote, 136 schwarze und 384 silberne) in einer Halle im Movie Park. Diese dürfen die Feuerwehrmänner kostenlos nutzen. Ebenso kostenlos stellte König Pilsener die leeren Kästen zur Verfügung. „Die wurden leer geliefert. Nicht, dass jemand denkt, die hätten wir alle leer getrunken“, scherzt Schlagkamp, der das Projekt mit Florian Spickermann betreut.

Einen bereits bestehenden Weltrekord gibt es nicht direkt. Denn eine richtige Skulptur wurde noch nie aus Kisten gebaut. Lediglich eine Pyramide aus 200 Kisten wurde schon einmal aufgestellt. Täglich informiert sich Schlagkamp darüber, ob in der Zwischenzeit nicht doch ein Rekord mit einer höheren Anzahl an Kisten erreicht wurde. „Es wäre nämlich sehr ärgerlich, wenn es an ein paar Kisten scheitern würde.“

Ab 8 Uhr wird es ernst

Ernst wird es dann am Samstag, 17. Januar. Um 7 Uhr treffen sich die aktiven Feuerwehrmitglieder am Gerätehaus. Um 8 Uhr geht es an der Ecke Feldhausener-/Dorstener Straße los. Zuschauer sind rund um die Wiese herzlich willkommen.
Arbeiten werden die Feuerwehrmänner in fünf Teams á drei Personen. Ein Team muss dabei immer bauen, die restlichen sorgen für Kisten-Nachschub aus dem Lager im Movie Park.

„Wir dürfen nicht aufhören, sonst gilt der Versuch nicht“, erklärt Schlagkamp. Wichtig ist auch, dass die gesamte Aktion ungeschnitten auf Video aufgenommen wird. Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder, seine Stellvertreterin Marina Lüer und ein Notar aus Essen stellen die unabhängigen Zeugen, die das Geschehen auf der Wiese in bestimmten Abständen protokollieren.

Professionelle Vermessung

Dieses Protokoll muss am Ende noch von einem professionellen Vermesser abgenommen werden. „Dann wird alles ins Englische übersetzt und gemeinsam mit dem Video zu Guinness geschickt“, so Thomas Schlagkamp.

Vorbereitet ist mittlerweile fast alles. Kran, Laster und Hubwagen werden von Kirchhellener Firmen gestellt, Sponsoren halfen bei der Beschaffung von Kabelbindern. Nur der Boden auf der Wiese muss noch etwas begradigt werden. Wie lange der Versuch dauern wird? Schlagkamp zuckt mit den Schultern: „Da gibt es ja keine Erfahrungswerte. Zehn bis zwölf Stunden wären schön.“

Quelle: http://www.ruhrnachrichten.de/

   
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